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Digitale Zivilcourage

Für eine bessere Debattenkultur im Netz

Für eine faire Debattenkultur im Netz kommt es auf uns alle an: Auch du bist gefordert, wenn es darum geht, Betroffene zu unterstützen und Hater*innen keinen Raum zu geben. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass sich im Internet alle sicher fühlen können. Wir verdrängen Hater*innen aus den Kommentarspalten und zeigen Haltung gegen menschenfeindliche Trolle. Wenn wir Hass beobachten, scrollen wir nicht weg, sondern setzen uns für die Betroffenen ein. Hier erfährst du, was du ganz konkret tun kannst, wenn dir Hass im Netz begegnet. #ScrollNichtWeg

Aktiv gegen Hatespeech

  • Seit 2020 geben immer mehr Menschen an, schon mal einen Hasskommentar bzw. dessen Verfasser*in bei der Plattform gemeldet zu haben.

    Anteil der Internetnutzer*innen, die online Hatespeech wargenommen haben
    2020 : 25%
    2022 : 29%
    2024 : 32%

    Quelle: Hatespeech Forsa Studie 2024

  • Hass im Netz führt dazu, dass viele Menschen sich aus Online-Diskussionen zurückziehen und dadurch der digitale Meinungsaustausch zunehmend eingeschränkt wird. Dies verdeutlicht, wie stark Hassrede den Online-Diskurs beeinflusst und die Meinungsfreiheit einschränkt.

    41%
    Beteiligen sich trotz
    Hasskommentaren
    weiterhin an
    Diskussionen
    55%
    Beteiligen sich
    seltener oder
    gar nicht mehr
    an Diskussionen

    41 % beteiligen sich trotz Hasskommentaren weiterhin an Diskussionen. 55 % Beteiligen sich seltener oder gar nicht mehr an Diskussionen.

    Quelle: Studie Lauter Hass - leiser Rückzug 2024

  • Die Stärkung von Empathie ist die effektivste Möglichkeit, Hasskommentare und Hatespeech einzudämmen. Humor sowie der Verweis auf mögliche Konsequenzen sind hingegen oft weniger effektiv.

    Bekundung von Empathie mit den Betroffenen von Hatespeech-Kommentaren ist der effektivste Weg, um die Anzahl der geposteten Hatespeech-Kommentare zu reduzieren.

    Quelle: Empathy-based counterspeech can reduce racist hate speech in a social media field experiment 2021

Das kannst du tun!

  • Ein Chatverlauf. Die erste Person schreibt “Alles okay?”, die zweite antwortet “Nein :(“. Darunter ein grünes Herz.

    Betroffene unterstützen

    Häufig reden wir viel über die Akteur*innen und verlieren dabei die Betroffenen aus den Augen. Dabei sollten sie im Mittelpunkt der Debatte stehen. Unterstütze Betroffene aktiv, indem du sie fragst, was sie brauchen. Biete ihnen Rückendeckung, Sichtbarkeit oder Unterstützung bei der Suche nach professioneller Hilfe an und entscheide niemals etwas über ihren Kopf hinweg.

  • Ein Menüfeld im Internet mit den Optionen “Teilen”, “Link”, “Melden” und “Kein Interesse”. Der Button “Melden” ist mit einem Mauszeiger ausgewählt und rot markiert.

    Hatespeech löschen & melden

    Auf deiner eigenen Seite kannst du selbst entscheiden, wann der Zeitpunkt gekommen ist, zu dem du Hasskommentare löschen möchtest. Du solltest aber in jedem Fall Verantwortung für das übernehmen, was unter deinen Posts abläuft und nicht wegschauen. An anderen Stellen lassen sich Inhalte direkt bei den Plattformen melden.

  • Eine Hand vor orangefarbenem Hintergrund, die sich über negativen Emojis (Sprechblase mit Beleidigungen, Beleidigungen aussprechendes Emoji, auslachendes Emoji, Bombe) befindet

    Einschreiten & Reagieren

    Reagiere auf die Hasskommentare, indem du deine Solidarität mit den Betroffenen ausdrückst und die Hater*innen in ihre Schranken weist. Es ist wichtig, den Hass nicht einfach stehen zu lassen, sondern Stellung zu beziehen. Ignoranz wiegt manchmal schwerer als Hass. Reagiere aber auf keinen Fall mit Hass auf Hass, sondern bleibe sachlich und klar. Like und pushe positive Beiträge oder schreibe selbst einen.

So konterst du Hassrede im Netz

Es ist wichtig, Hatespeech nicht einfach stehen zu lassen, sondern auf den Hass zu reagieren. Counterspeech (zu deutsch: Gegenrede) schafft Verbindung unter Betroffenen und Verbündeten und ist ein wichtiges Gegengewicht zu den Hasskommentaren. Wenn du „gegenreden” möchtest, solltest du darauf achten, mit Herz, Kopf und Stil zu schreiben. Wichtig ist auch, dass du dich bestmöglich schützt, um nicht selbst ins Visier der Hater*innen zu geraten.

YouTube-Video: Arten von Gegenrede

So kannst du Hatespeech melden:

  • Jemand klickt auf den "Melden"-Button

    Jemand Schreibt "Hahaha, du OPFER", darunter befindet sich ein "Melden"-Button, auf den der Mauszeiger klickt.

    Meldefunktion bei den Plattformen

    Wenn es sich um Hasskommentare auf deinem eigenen Profil handelt, bist du dafür verantwortlich, sie zu löschen. Andere Inhalte kannst du direkt bei den Plattformen (z.B. Instagram, Tiktok, Facebook) über die Meldefunktion melden. Tipp: Wenn mehrere Nutzer*innen einen Post oder Kommentar melden, wird er schneller gelöscht.

  • Symbol für ein Profilbild im Internet, das sich hinter Gitterstäben befindet.

    (Online) Strafanzeige

    Strafrechtlich relevante Inhalte können und sollten zur Anzeige gebracht werden. Das kannst du direkt bei der Polizei und auch online erledigen. In einigen Bundesländern gibt es zudem extra Online-Meldeverfahren für Hatespeech. Denk vorher unbedingt daran, Screenshots von den Inhalten zu machen. Wie das funktioniert, erfährst du in der Infothek von SoliNet.

  • Verschiedene Symbole für Menschen umgeben einen Kompass.

    Verschiedene Meldestellen

    Es gibt eine ganze Reihe Meldestellen, die sich gegen Hass im Netz engagieren und bei denen du Hatespeech melden kannst: 

    Die Meldestelle REspect! prüft, ob Gesetze verletzt wurden und leitet für dich weitere Schritte ein.

    Auch die Internet-Beschwerdestelle prüft für dich verschiedene Inhalte und verschickt Beschwerden an die Plattformbetreibenden.

    Jugendschutz.net greift bei illegalen und jugendgefährdenden Inhalten ein und leitet weitere Schritte ein, z.B. die Löschanträge bei den Plattformen.

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